1967: Feuerwerk bei Königin Paula Wille

Fest

1967 hagemeister

Bei bestem Wetter wird am 9. Juli 1967 in Bad Lippspringe auf den Vogel geschossen, dennoch drückt Leutnant Hans Hagemeister (Arminius-Kompanie) kräftig auf das Tempo: Bereits um 18.08 Uhr fällt der Königsschuss, und der Bauunternehmer geht als 45. Majestät in die Geschichte des Bürgerschützenvereins Bad Lippspringe ein. Unter den Klängen des Schützenmarsches »Ich schieß den Hirsch« wird König Hans Hagemeister auf den Schultern seiner Kameraden ins Schützenhaus getragen.

Der neue König entstammt einer alten Lippspringer Schützenfamilie: Vater Heinrich (1927), Mutter Maria (1938) und Bruder Alfons (1959) waren bereits König oder Königin. Zur Königin wählt sich der »Meester« (Meister) Paula »Die Fröhliche« Wille, die Ehefrau von Platzmajor Franz-Josef Wille.

Die Prinzenwürden schießen von der Klumpsack-Kompanie   Gerd Brockmeier (Krone), von der Arminius-Kompanie Heinrich Tofall (Apfel) und von der West-Kompanie Helmut Peters (Zepter).

Das Schützenfest steht eine Woche später ganz im Zeichen des 60-jährigen Bestehens des Bürgerschützenvereins Bad Lippspringe. Zunächst marschiert das Bataillon am Samstag  zur Residenz des Königs. Dort schreitet König Hans, in Begleitung der Offiziere, das Bataillon ab. Von dort geht es zur Residenz von Königin Paula. Die ist festlich illuminiert, dort wird auch zu Ehren der Majestäten und Schützen ein Feuerwerk abgebrannt.

Stadt

Arbeitskreis »Kultur und Bildung« gegründet

1967 detmolder65

Zur Intensivierung des kulturellen Lebens wird der Arbeitskreis »Kultur und Bildung« gegründet. Diplom-Betriebswirt Bernhard Krewet übernimmt den Vorsitz.

Am 14. März stirbt der ehemalige Bürgermeister Heinrich Müller. Er ist am 12. Januar 1966 aus gesundheitlichen Gründen aus dem Amt geschieden.

Der Unternehmer Heinrich Hölscher, eine der bekanntesten und markantesten Persönlichkeiten der Stadt, wird am 18. Juli 80 Jahre alt. Der ehemalige Hauptmann der Klumpsack-Kompanie (1933 bis 1939) und  Schützenkönig von 1929 gründete bereits als 24-Jähriger ein eigenes Baugeschäft. In den Jahren zwischen 1920 bis 1930 entstand aus dem Betonfertigungsbetrieb das Sägewerk Hölscher an der Detmolder Straße.

Die seit 1952 geplante Turnhalle der Concordiaschule wird eingeweiht.

Das Waldsanatorium wird erweitert und saniert.

Der Turnverein Jahn weiht am 1. Dezember seine hauptsächlich in Eigenleistung sanierte und umgebaute Jahn-Turnhalle ein. In den neuen Fußboden und die Errichtung einer Empore hat der Verein 31.000 Mark investiert.

pdfbuch1967.pdf

Aktuelle Termine

04 Dez 2021;
20:00 - Uhr
Jahresabschluss der West-Kompanie