Dienstag, 09 Juli 2019 23:47

1949: Farbenpracht sorgt für Begeisterung

Fest

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Nach elf  Jahren Kriegs- und Nachkriegspause lebt mit dem Königsschießen am 10. Juli 1949 die alte Schützenfest-Tradition wieder auf: Allerdings war zuvor eine Umbenennung des althergebrachten Lippspringer Bürgerschützenvereins notwendig gewesen: Die britische Militärregierung hatte militärische Vereinigungen und den Gebrauch von Schusswaffen verboten. Auch Umzüge waren nur religiösen Vereinigungen gestattet. Deshalb nannte man sich bereits 1947 in »St. Sebastian-Bruderschaft« um, trat der Deutschen Schützenbruderschaft bei und schoss den König mit einer Armbrust aus.

Eine Woche nach dem Königsschießen folgt von Samstag bis Montag das Schützenfest. Mit 23 Jahren schreibt Kurt Klüter von der Klumpsack-Kompanie als  jüngster König Geschichte: »Die junge Generation will beweisen, dass das Erbe der Väter in guter Hand liegt«, sagt Klüter in seiner Festansprache. Zu seiner Königin wählt der junge Regent seine Braut Maria Arens.

Stadt

Barmer-Haus feiert Jubiläum

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Seit einem halben Jahrhundert steht das Barmer-Haus, eine bekannte Lungenheilstätte. Bei der Jubiläumsfeier werden besonders die Verdienste des verstorbenen Prof. Dr. August Brackmann gewürdigt. Der ehemalige Schützenoberst (1907 bis 1911) hat den Aufbau des Hauses besonders gefördert.

Am 7. Oktober wird mit Heinrich Mikus ein Bürger der Stadt beauftragt, in der Sammelstelle Hamburg-Wilhelmsburg nach dem Bronzelöwen zu suchen, der im Kriegsjahr 1941 als Metallspende abgegeben werden musste. Nach der Rückkehr des Löwen wird die bronzene Figur am Eingang des Kaiser-Karls-Parks aufgestellt. Dabei stellt sich heraus, dass der neue Löwe größere Ausmaße hat als der alte.

Das Wirtschafts- und Ernährungsamt, das seit Kriegsbeginn zehn Jahre lang den Mangel verwaltet hatte, wird aufgelöst.

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