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Seit Neugründung 1907

 

Bereits 1671 hat in Lippspringe offenbar eine Schützenbruderschaft bestanden. Seit 1842 gab es auch eine Bruderschaft der Jungschützen (Unverheiratete). Diese feierte 1878 an Peter und Paul (29. Juni) mit Franz Graute aus Essen und Carla Katzenstein aus Hannover als Königspaar das letzte Schützenfest. Das letzte Fest der Altschützen wurde 1882 gefeiert.1885 gilt als Ende beider Bruderschaften, der Verein wird aufgelöst. Bei einem feucht-fröhlichen Betriebsschützenfest der Holzwarenfabrik Ruthe & Jahrand im Jahr 1906 kommt der Wunsch auf, wieder Schützenfest zu feiern. Bademeister Willi Fischer und Fabrikant Carl Ruthe beschließen, die alte Tradition wieder aufleben zu lassen. Unter der Bezeichnung "Bürgerschützenverein Lippspringe e.V." wird am 7. Februar 1907 der heutige Verein gegründet.

 

Lippspringe hat damals 4000 Einwohner, 92 Bürger erklären sich durch Eintragung in eine Liste bereit, Mitglied zu werden. In der folgenden Zeittafel sind die wichtigsten Daten und Fakten zusammengefasst. Mit mehr als 1000 Mitgliedern ist der BSV heute der größte Verein in einem Ort, der sich seit 1913 Kurstadt nennen darf. Als neunter Oberst in der Geschichte steht Malermeister Josef Thöne seit dem 8. April 2011 an der Spitze des Vereins.

 

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Unsere Gründungsmitglieder wurden zum 50. Geburtstag 1957 besonders geehrt, auf dem Foto vorn von links: Johann Deppe, unbekannt, unbekannt, Wilhelm Klüter, Heinrich Mikus, Fritz Rüschenpöhler, Heinrich Schmidt, Franz Fletcher, Herr Mikus und Konrad Rudolphi.


7. Februar 1907: Neugründung unter der Bezeichnung "Bürger-Schützen-Verein Lippspringe e.V." im Lokal des Hoteliers Gabriel Wewer. 92 Bürger erklären ihren Beitritt. Vorsitzender und Oberst wird Professor Dr. med. August Brackmann, der Zweite Vorsitzende und Major heißt Dr. med. Carl Dammann. Die weiteren Vorstandsmitglieder sind der Hotelier Johannes Rummeny (Kassierer und Adjutant) sowie Fabrikbesitzer Carl Ruthe (Schriftführer). Der Verein wird in drei Kompanien gegliedert. Die ersten Hauptleute heißen Wilhelm Klüter (Klumpsack), August Schröter (Arminius) und Heinrich Peters (West). Der Jahresbeitrag beträgt 5 Mark zuzüglich 5 Mark einmaliger Einschreibegebühr.

17. Februar 1907: Der Bürger-Schützen-Verein Lippspringe konstituiert sich. Es wird eine Satzung beschlossen.


27. März 1907: In der heutigen Gemeinderatsitzung wird beschlossen, dass während der hiesigen Kur-Saison keine öffentliche Festlichkeiten und Tanzbelustigungen stattfinden sollen. Dem Verein wird ausnahmsweise die Veranstaltung eines Sommerfestes gestattet. Künftig soll ein Schützenfest nur für die Zeit vor dem 15. Mai oder nach dem 1. September genehmigt werden. Landwirt Franz Schäfers verpachtet dem Verein seine Wiese zwischen Lippspringe und Schlangen an der Detmolder Chaussee (Landstraße) gegenüber dem Kinderheim. Der erste Schützenplatz kostet 50 Mark.

22. April 1907: Noch im Gründungsjahr greift der Verein zu den Waffen. Schreinermeister Böning erhält den Auftrag, 150 Gewehre (Modell 07) nach Muster zum Preis von 1,50 Mark pro Stück an den Bürgerschützenverein zu liefern. Natürlich aus Holz, denn das Tragen von Feuerwaffen bei geschlossenen Aufmärschen ist nicht gestattet.

13. Mai 1907: Die Stimmung sinkt auf den Tiefpunkt. Oberst Dr. med. August Brackmann teilt mit, dass die  Polizei-Verwaltung die Genehmigung der Statuten und die Führung einer Fahne verweigert hat. 

22. Mai 1907: Schriftführer Carl Ruthe teilt mit, dass die Polizei-Verwaltung bei den Statuten zu einer falschen Beurteilung gekommen ist. Die Genehmigung erfolgt in Kürze.

23. Juni 1907: Erstes Königsschießen am Forsthaus Heimat. Das Mindestalter des neuen Königs ist satzungsgemäß auf 25 Jahre festgelegt, der erste Festabend endet um 24 Uhr. Die erste Fahne des Bürgerschützenvereins, die 260 Mark gekostet hat, wird geweiht. Der Schützenbruder Ferdinand Knoll, damals der älteste Lippspringer Bürger, hält die Weiherede. Ihm zur Seite stehen zwei Herren, die beide das ihnen im Feldzug 1870/71 (Deutsch-Französische Krieg) verliehene „Eiserne Kreuz“ angelegt haben. Den ersten Schuss gibt Ortsvorsteher Josef Koke "für Seine Majestät den König von Preußen und Deutschen Kaiser" ab. Im Protokoll wird das Fest als "patriotische Feier" beschrieben.

28. Juni 1907: Mit Bauunternehmer Franz Graute aus Essen wird um 18 Uhr der letzte Bad Lippspringer Jungschützenkönig von 1878 am Bahnhof bei starkem Gewitter und wolkenbruchartigem Regen feierlich empfangen.

29. und 30. Juni 1907: Das Schützenfest. Dr. Carl Dammann und Emma Heim schreiben als erstes Königspaar Geschichte. Im Protokollbuch wird das erste Fest so festgehalten: epochales Ereignis.

12. Januar 1908: Guter Besuch, allgemein gutes Amüsement, die kleinen Aufführungen und Vorträge ernten verdienten reichen Beifall – so wird der erste Schützenball im Hotel Peters beschrieben.

5. Mai 1908: Die Polizeibehörde untersagt den Bau eines vorschriftsmäßigen Schießstandes in der Nähe des königlichen Exerzierplatzes. Begründung: „Gefährdung der Truppen durch den Schützenverein“.

13. Juni 1908: Der neue Festplatz ist endgültig bestimmt. Gefeiert wird auf dem Platz der Arminius-Brunnen-Verwaltung an der Strothe.

13. November 1908: Der Verein kauft von der Witwe Wilhelmine Klüter ein Stück Heimat. Das Grundstück zwischen Bad Lippspringe und Schlangen, etwa sechs preußische Morgen groß, wechselt für 2.300 Mark den Besitzer. Weitere 30 Mark zahlt der BSV noch für darauf stehende Bäume. Die Bürgschaft übernimmt Dr. Carl Dammann beim hiesigen Spar- und Darlehens-Verein.

19. Januar 1909: Der Vorstand beschließt, in diesem Jahr noch nicht mit dem Bau eines Schützenhauses zu beginnen.

 

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Johann Karl Hölscher

 

1909: Johann Karl Hölscher baut als preisgünstigster Anbieter einen Scheibenstand, die Schießhalle und das Abortgebäude.

29. März 1909: Der Bürgerschützenverein beantragt, auf dem 1908 erworbenen Gelände einen Schießstand zu errichten und den Platz einzufrieden.

2. Mai 1909: Grundsteinlegung mit Einmauerung von Urkunden in die Grundmauern der Schießhalle.

20. Juni 1909: Feierliche Einweihung des Schützenplatzes und des Schießstandes.

 

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Amtmann Bernhard Mersmann und Ehefrau Maria

 

17. Juli 1910: Amtmann Bernhard Mersmann wird bei der Paradeaufstellung am ersten Schützenfesttag seine Ernennung zum ersten Ehrenmitglied bekannt gegeben und das entsprechende Diplom überreicht.

16. März 1911: Kleinkrieg mit Folgen. Dr. August Brackmann legt nach Streit mit Hauptmann Heinrich Peters (West-Kompanie) seinen Posten als Oberst nieder. Ausgangspunkt ist das Winterfest 1911. Peters wirft Brackmann am 11. März vor, dem Hotelier Schlepper das Fest schon vor der Entscheidung des Vorstandes versprochen zu haben. Beide Herren beschimpfen sich als Lügner, die entscheidende  Vorstandssitzung endet mit einem Eklat: Hauptmann Peters erscheint in einem sehr erregtem und betrunkenen Zustand, Dr. Brackmann schließt sofort die Sitzung, geht und erklärt zum 31. März seinen Rücktritt.

11. April 1911: Die Klumpsäcker übernehmen das Kommando: Ihr Hauptmann Dr. Otto Heim wird einstimmig zum neuen Oberst gewählt.

12. Januar 1912: Die Baukommission erteilt dem Unternehmer Johann Karl Hölscher den Zuschlag, das neue Schützenhaus zu bauen. Sein Angebot über 30.513,66  Mark – einschließlich Zimmerei, Klempnerei, Dachdecker-, Tischler- und Schlosserarbeiten – liegt 21,27 Mark unter dem seiner Mitbewerber. Der Bauantrag wird am 29. Januar gestellt.

20. April 1912: Mit einem Fackelzug und anschließendem Kommers im Kursaal wird mit Amtmann Bernhard Mersmann das erste Ehrenmitglied verabschiedet.

16. Juni 1912: Einweihung des Schützenhauses mit Ausmarsch, Konzert und Ball bis 24 Uhr. Der Vorstand des Bürgerschützenvereins überreicht dem Architekten Franz Ruhe als Anerkennung für den Entwurf und die Bauleitung im Juni 1914 ein Ölgemälde des Schützenhauses.

1913: Bei Planierungsarbeiten auf dem Schützenplatz wird vermutlich eine altgermanische Beerdigungsstätte entdeckt. Die Urne wird von den unvorsichtigen Arbeitern zerschlagen. Die Reste weisen Randverzierungen und Schriftzeichen (Runen) auf. Bis heute ist nicht bekannt, ob die Fragmente der Urne geborgen worden sind.

 

 

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Unser Schützenkönig von 1913 Anton Fischer.

 

1914 bis 1918: Das Haus wird während des 1. Weltkrieges als Gefangenenlager benutzt. Es finden keine Feste statt. 12.000 Mark werden von der Militärverwaltung als Entschädigung gezahlt.

2. März 1919: Im Verlauf der ersten Generalversammlung nach den Kriegsjahren wird im Hotel Peters beschlossen: „Von der Feier des Schützenfestes soll im Jahre 1919 mit Rücksicht auf die trostlosen Zustände im Vaterlande und auf die Zurückhaltung der Gefangenen seitens der Feinde abgesehen werden.“ Außerdem wird festgelegt: Jedes Mitglied, das 25 Jahre Beiträge gezahlt hat, wird Ehrenmitglied und ist von Zahlung weiterer Beiträge befreit. Im Protokollbuch steht dazu: „Jeder Schütze tut daher gut, für die Jahre 1915 bis 1919 die Beiträge nachzuzahlen, da für die kommenden Jahre mit einer Erhöhung der Beiträge zu rechnen ist.“

18. März 1923: Die Generalversammlung im Saal von Hotel Peters beschließt eine Erhöhung des Mitgliedsbeitrages auf 500 Reichsmark. Das Schützenhaus wird mit 10 Millionen Reichsmark gegen Feuergefahr versichert.

1923: Das Schützenfest fällt aus. Wegen der Not nach dem 1. Weltkrieg und der einsetzenden Inflation, die eine Verarmung des Bürgertums mit sich bringt, müssen die Schützenfeste bescheidener gehalten werden. Nach der Besetzung des Ruhrgebietes erfolgt am 24. Juli 1923 der preußische Erlass, dass unter freiem Himmel keine Versammlungen stattfinden dürfen.

1924: Pfarrer Wilhelm Hücker übergibt dem BSV das Schild mit dem Bildnis des heiligen Martinus, des Patrons der katholische Kirchengemeinde St. Martin. Das Martinusschild aus dem Jahr 1737 stammt von der alten Bruderschaft und wird noch heute vom amtierenden König getragen.

 

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Die Königskette mit Martinusschild aus dem Jahr 1737.

 

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Der Degen gehört zu den Insignien des Königs, wird aber nicht mehr getragen.

 

12. Juli 1925: Die Generalversammlung beschließt, dem König zur Finanzierung seiner Repräsentationskosten 300 Reichsmark aus der Bataillonskasse zu bewilligen.

9. Juli 1928: Die Vorstandssitzung bei Gastwirt Ruhe endet mit diesem Vorschlag für die Generalversammlung am 24. März 1929: Wer beim Königsschießen offensichtlich in den Sand schießt, wird mit 50 Reichsmark Strafe belegt.

 

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Kinderschützenfest um 1930.

 

23. März 1930: Wer künftig Mitglied im Bürgerschützenverein werden will, muss sich bis zum nächsten Schützenfest tunlichst einen Uniform-Rock und einen Hut beschaffen. Dem Antrag von Hauptmann Lorenz Wille (West-Kompanie) stimmt die Generalversammlung zu.

26. Februar 1931: Nach knapp 20 Jahren im Amt stirbt Oberst Dr. Otto Heim im Alter von nur 54 Jahren. Der Badearzt hat zu der Zeit das mit 800 Betten größte Tuberkuloselazarett Deutschlands geleitet, war Mitglied des Landtages, Kreistages und Erster Beigeordneter der Stadt.

19. April 1931: Im Verlauf der Generalversammlung wird Major Johannes Jöring einstimmig zum neuen Oberst gewählt. Der lehnt ab und schlägt Hauptmann Wilhelm Oberließ (Klumpsack-Kompanie) vor. Er wird einstimmig zum Nachfolger von Dr. Otto Heim gewählt, lehnt aber auch ab. So führt Major Jöring den Verein zunächst bis zur folgenden Generalversammlung am 20. März 1932 kommissarisch.

20. März 1932: Wilhelm Oberließ geht als vierter Oberst in die Geschichte ein. Der Konditormeister wird im Hotel Peters ohne Widerspruch und einstimmig von den Mitgliedern gewählt.

1932: Das 25-jährige Jubelfest am 17. und 18. Juli wird angeführt vom Königspaar Konrad Rudolphi ("Der Volkstümliche") und Kläre Kröger. 20 Fahnen und acht Musikkapellen geben dem Umzug ein festliches Gepräge. Besonders auffällig ist eine Gruppe "Alte Lippspringer Schützen", die in historischen Uniformen teilnimmt. Außerdem sind Vereine aus Attendorn, Neuhaus, Driburg, Sennelager, Benhausen, Dahl, Kohlstädt, Neuenbeken, Schlangen, Haustenbeck, Altenbeken, Paderborn und Marienloh dabei. Leichter Regen sorgt dafür, dass 1000 Schützen und 300 Ehrengäste den Sonntag im Schützenhaus verbringen.

 

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Mit ganz besonderer Königs-Kutsche 1933: Kinderschützenfest im Jahr vom Hitlers Machtergreifung.

 

17. März 1935: Heinz Rudolphi von der Arminius-Kompanie wird als Nachfolger von Wilhelm Oberließ zum fünften Oberst der Vereinsgeschichte gewählt.

1937: Der Bürgerschützenverein wird im April nach Zustimmung der Generalversammlung in den Deutschen Schützenverband eingegliedert.

1938: Das letzte Schützenfest vor dem 2. Weltkrieg.

9. Dezember 1947: Im „Waldschlösschen“ findet die erste Versammlung des ehemaligen Bürgerschützenvereins mit 70 Mitgliedern statt. Eingeladen sind alle Mitglieder des Vereins, die letztmalig 1942 ihrer Beitragspflicht genügt haben. Der Beitritt zum Westfälischen Heimatbund wird einstimmig beschlossen, als Name wird "Heimatschutzverein Bad Lippspringe" gewählt.  Vorsitzender ist Lorenz Wille, sein Stellvertreter heißt Heinrich Hölscher. Dem Vorstand gehören außerdem Heinrich Ruhe (Kassierer) und Walter Heim (Schriftführer) an. Weitere Vorstandsmitglieder sind Offiziere und Feldwebel des ehemaligen Schützenvereins.

19. Juni 1948: Der Vorstand beschließt: „Das in Aussicht genommene Schützenfest für 1948 wird infolge der Währungsreform nicht abgehalten.“

 

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Hoch zu Ross: Die Herolde reiten an der Spitze des Festzuges1949.

16. Februar 1949: Der neu gewählte Erste Brudermeister Heinz Rudolphi führt im Verlauf der Generalversammlung aufgrund der Bestimmungen der Besatzungsmacht den neuen Namen ein: "St. Sebastianbruderschaft Bad Lippspringe". Lorenz Wille wird zum Ehrenoberst ernannt. Das erste Schützenfest nach dem 2. Weltkrieg wird am 16./17. Juli 1949 gefeiert. Das Königsschießen mit der Armbrust findet am 10. Juli statt.

1950: Das Eigentum im Grundbuch von Bad Lippspringe mit aufstehenden Gebäuden und Inventar wird mit Wirkung vom 19. Januar 1951 kostenfrei auf den neuen Verein übertragen.

14. April 1951: Herr Buschmeier, Paderborner Beauftragter für gesperrtes Vermögen, verliest im Café Oberließ die Übergabe und Freigabe des Vereins und gibt somit das gesperrte Vermögen der Schützenbruderschaft zurück.

 

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Sackhüpfen statt Autoscooter: So sah die Kinderbelustigung nach dem Krieg aus.

 

20. März 1955: Der Kreis schließt sich, unser Verein heißt wieder "Bürgerschützenverein Bad Lippspringe e.V.". In einer neuen Satzung werden die Pflege heimatlicher, westfälischer Art und Sitte, deren Weiterentwicklung, sowie die Durchführung sozialer Bestrebungen im Sinne christlicher Nächstenliebe verankert. Für jeden Schützen verpflichtend festgeschrieben sind auch die Liebe und Treue zur Heimat und zum Vaterland, die Festigung und Förderung der Eintracht der Bürgerschaft sowie die Erhaltung und die Pflege des dem Schützenwesen eigentümlichen Schießsportes.

 

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Die Urkunde zum Königsorden.

 

1956: König Theo Zimmermann stiftet dem BSV den noch heute gültigen Königsorden.

1957: Mit einem Sonderheft über 32 Seiten feiert der Verein mit der gesamten Kurstadt am 21. und 22. Juli 1957 „50 Jahre Bürgerschützenverein Bad Lippspringe“ und „220 Jahre Schützenbrüderschaft Lippspringe“ (1). Als Königspaar regieren Johannes ("Der Humorvolle") Schmidt und Theresia ("Die Friedliebende") Oberließ.  Am Sonntag, 14. Juli, hatte sich der Arminius-Schütze Schmidt im Stechen gegen Anton Walter (Klumpsack-Kompanie) und Johannes Tofall (Arminius-Kompanie) durchgesetzt. Am großen Fest nehmen das Goldene Jubelpaar von 1907 – Dr. Karl Dammann und Emma Heim – ebenso teil, wie das Silberne Jubelkönigspaar von 1932 – Konrad Rudolphi und Kläre Kröger. Das Fest wird insgesamt zu einem Ereignis der Superlative: 27 auswärtige Schützenvereine, 40 Fahnen und 1200 Schützen sorgen vor 3000 Zuschauern für einen 1,5 Kilometer langen Festzug.

(1) Dabei wird irrtümlich eine Bestätigung der Satzung im Jahre 1737 als Gründungsjahr angesehen.

 

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Historischer Moment I: Einer der letzten Schüsse mit der Armbrust wird beim Königsschießen 1957 ganz genau beobachtet.

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So sah der Adler aus, als noch mit der Armbrust um die Königswürde geschossen wurde.

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Historischer Moment II: Der amtierende König Johannes Schmidt gibt 1958 den ersten Schuss mit dem Kleinkalibergewehr ab.

 

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Die Fahne zum Jubel-Fest 1957.

 

 

13. Juli 1958: Beim Vogelschießen wird wieder mit dem Gewehr um die Königswürde geschossen. Zuvor, von 1949 bis 1957, wurde die Armbrust benutzt. Ein Grund waren die britischen Einschränkungen. Der Verein ist  aber in den ersten Jahren nach dem Krieg aus finanziellen Gründen nicht in der Lage, den Schießstand wieder instand zu setzen. Auch die Patronen sind dem Verein mit 15 Pfennig pro Stück zu kostspielig.

1958: Mit Arnold Zurloh und Johannes Spiek werden auf Antrag der Klumpsack-Kompanie zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte zwei Vereinsmitglieder vom geschäftsführenden Vorstand ausgeschlossen. Begründung: Ungebührliches Verhalten beim Schützenfest in Albaxen.

18. März 1961: Oberst Heinz Rudolphi tritt nach mehr als 20 Jahren Vorstandsarbeit zurück. Ehrenhauptmann Carl Schmidt (West-Kompanie) schlägt Major Franz Rudolphi zu seinem Nachfolger vor. Der Kaufmann wird im Verlauf der Generalversammlung im Café Oberließ einstimmig zum neuen Oberst gewählt. 

14. September 1963: Der Gesamtvorstand beschließt mehrheitlich das Ende einer traditionsreichen Veranstaltung. Das Erntedankfest, ein Jahr zuvor noch in Herbstfest unbenannt, wird nicht mehr stattfinden. Begründung: Der Besuch im Schützenhaus ist seit Jahren stark rückläufig.

12. Juli 1964: Vor dem Vogelschießen wird am Rathaus die neue Fahne des Bataillons geweiht. Die alte Fahne wird danach zum letzten Mal im Zug mitgeführt und künftig in einem Schaukasten im Schützenhaus aufbewahrt.

9. Februar 1965: Der Gesamtvorstand beschließt den nach Ende des 2. Weltkrieges eingeführten Rosenmontagszug künftig nicht mehr durchzuführen. Die Kosten können durch die Einnahmen nicht gedeckt werden. Der Kostümball am Abend bleibt bestehen.

13. Juli 1969: Weil der Marktplatz nach Abbau des Kriegerehrenmals von 1870/71 nur noch ein Parkplatz ist, versammelt sich das Bataillon am Tag des Königsschießens zum ersten Mal im Arminiuspark. Aus dem gleichen Grund findet die Ehrung der Gefallenen ab 1968 am Kaiser-Karls-Park statt, der neuen „Heimat“ des Ehrenmals für die Gefallenen des 1. und 2. Weltkrieges.

19. bis 21. Juli 1969: Die Schützen marschieren über die Festtage letztmalig mit dem Holzgewehr.

 

 

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Seit 1970 wird vom Bürgermeister für besondere Verdienste das Ehrenschild verliehen.

 

30. April 1971: Königin Sigrid Gollub schlägt ein neues Kapitel auf: Zum ersten Mal wird der traditionsreiche Königinnenball nicht Anfang Januar, sondern am Vorabend des 1. Mai gefeiert. Der gute Besuch belegt, wie richtig die Entscheidung ist.

 

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Der Vorstand 1972 (von links): Franz-Josef Lüke, Oberst Franz-Josef Wille, Hans Tofall und Alois Welker.

31. März 1973: Mit 138 Ja-Stimmen, bei drei Enthaltungen, wird der Architekt Franz-Josef Wille zum achten Oberst in der Geschichte des Bürgerschützenvereins gewählt. Er folgt auf Kaufmann Franz Rudolphi, der seit 1961 an der Spitze gestanden hatte.

1973: Erstmals wird am Schützenfestsonntag ein ökumenischer Festgottesdienst abgehalten. Er wird von Pfarrer Johannes Tanger (katholische Kirchengemeinde) und Pastor Karl-Heinz Diestel (evangelische Kirchengemeinde) gestaltet.

1974: Einführung des Ärmelwappens.

1978:
Nach Mehrheitsbeschluss der Generalversammlung wird das Königsschießen von Sonntag auf Samstag vorverlegt.

 

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Hoher Besuch zum Jubiläum: Erzbischof Johannes-Joachim Degenhardt  kommt.

1982: Friedrich Lubek aus der Klumpsack-Kompanie wird Jubelkönig, Margret Lappe von der West-Kompanie Jubelkönigin. Das Fest zum 75-jährigen Bestehen des Vereins wird vom 17. bis 19. Juli gefeiert. In einer 150 Seiten starken Festschrift blickt der Verein auf seine lange Geschichte zurück. Den Festzug bilden 1700 Schützen, 22 Gastvereine und 20 Musikkapellen. Zwei andere Geburtstage sind dabei fast untergegangen: Pfarrer Johannes Tanger wird 50 Jahre alt, die Kurverwaltung feiert 150 Jahre Heilbad.

1983: Hauptmann Anton Walter, vor 25 Jahren bereits König, schießt zum zweiten Mal den Vogel ab und wird erster Kaiser in der Vereinsgeschichte.

1984: Beim Ehrenschuss des amtierenden Königs Anton Walter fällt die Krone und wird nach kurzer Pause wieder aufgebracht.

1985: Der Stadt wird ein 2,80 Meter breiter und 160 Meter langer Grundstücksstreifen als Rad- und Fußweg zur Verfügung gestellt. Dafür übernimmt sie die Pflege und Unterhaltung des Schützenplatzes. Beim Bataillonsschießen wird der Wanderpokal eingeführt.

 

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Die Kronen der Königin. Dazu gehören Festkrone, Kronenbrosche und die kleine Krone.


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Die Kette der Königin.

 

12. Juli 1986: Oberst Franz Josef Wille schießt um 19.55 Uhr den Rest des Adlers von der Stange und wird Schützenkönig.

15. Mai 1987:
Oberst Franz Josef Wille tritt nach 32 Jahren Vorstandsarbeit, davon 14 Jahre als Oberst, zurück. Als sein Nachfolger wird Franz Jöring einstimmig gewählt. Wille wird Ehrenoberst.

 

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Oberst Franz Jöring mit Ehrenoberst Heinz Rudolphi und Ehrenoberst Franz Josef Wille.

 

26. September 1987: Einweihung der Friedenskapelle mit Beteiligung einer Schützenabordnung zur Begleitung von Erzbischof Johannes Joachim Degenhardt.

7. Juli 1988: Ehrenoberst Heinz Rudolphi stirbt im Alter von 81 Jahren. Er war insgesamt 18 Jahre Oberst, vor und nach dem 2. Weltkrieg.

7. Oktober 1988: Ralf Heggemann von der Triftstraße wird als 1000. Mitglied geehrt. 
Schützenbruder Markus Peters von der Firma Heizungsbau Peters spendiert eine neue Schützenjacke, die Ralf Heggemann vor der Gesamt-Vorstandssitzung überreicht wird.

8. Juli 1989: Beim Ehrenschuss des amtierenden Königs Heinz Brockmeier fällt die Krone, die wieder angebracht wird. Kronprinz wird beim darauf folgenden Schuss Vikar Dirk Gresch.

30. April 1991: Erstmals seit 1980 findet der Königinnenball – in Verbindung mit Tanz in den Mai – wieder im Schützenhaus statt.

13. Juli 1991: Die neue Fahne der Klumpsack-Kompanie wird vor dem Rathaus anlässlich des Königsschießens geweiht. Erstmals in der Geschichte des Vereins wird mit Maria Rudolphi die Ehefrau des Königs Heinz Josef Mitregentin.

1993: Auf Anregung von Hauptmann Heiko Peters findet erstmalig ein Kurgastschießen des Bürgerschützenvereins statt. Ebenfalls erfolgt erstmals die Proklamation der Königin am Schützenfestsamstag in ihrer Residenz – in einem besonders feierlichen und persönlichen Rahmen.

11. Juli 1994: Zum ersten Mal ist, bis auf den Schützenfestsamstag, an allen Tagen freier Eintritt.

8. Juli 1995: Oberst Franz Jöring, achter Kommandeur des Bataillons, wird 73. König. Zum ersten Mal nimmt der BSV an einem Bundesschützenfest (in Schloß Neuhaus) teil.

22. Juni 1996:
Der Besuch von Papst Johannes Paul II. stellt ein Jahrtausendereignis für Bad Lippspringe dar. Bereits um 5.15 Uhr treten die Schützen an und ziehen mit Fahnen und Musik der Feuerwehrkapelle zum Flughafen. Den Ordnungsdienst bei der Papstmesse auf dem Flughafengelände Bad Lippspringe haben 126 Schützen des BSV, gemeinsam mit 1.053 Schützen der Nachbarorte und dem gesamten Hochstift, übernommen.

 

 

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Der Papst in seinem Papamobil: Johannes Paul II. und Erzbischof Johannes Joachim Degenhardt.

 

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Schützen vor dem Hochaltar beim Besuch von Papst Johannes Paul II, von links:
Adjutant Heinrich Schmidt, Oberst und König Franz Jöring, Oberstleutnant Franz Josef Lüke und Fritz Leimenkühler (Oberst in Schlangen).

 

5. Juli 1997: Schützenkommers zum 90-jährigen Bestehen des BSV im Schützenhaus. Das Bataillon tritt erstmals vor dem Prinzenpalais an. „Möge der Jubilar, dieser Bürgerschützenverein von 1907, wachsen, blühen und gedeihen, in Einigkeit und Recht und Freiheit“, wünscht sich der ehemalige Stadtdirektor und Ehrenleutnant Heinrich Kohlbrei in seiner Festansprache. Eine besondere Auszeichnung erhält Franz Jöring: Für seine Verdienste um den Bürgerschützenverein und seine 10-jährige Amtszeit als Oberst wird ihm von Bürgermeister Martin Schulte der Ehrenschild der Stadt verliehen.

1999: Die Spar- und Darlehnskasse und die Volksbank Bad Lippspringe stiften als Sponsoren die Apfel- und Zepterprinzenkette.

28. April 2000: In der Generalversammlung gibt Willi Belz nach 26 Jahren sein Amt als Zeremonienmeister aus gesundheitlichen Gründen auf. Als besonderer Dank wird ihm durch Oberst Franz Jöring die Ehrenurkunde des Bataillons verliehen.

19. April 2002: Oberstleutnant Franz-Josef Lüke gibt nach 29 Jahren die Position im geschäftsführenden Vorstand auf. Als besonderer Dank wird ihm durch Oberst Franz Jöring die Ehrenurkunde des Bataillons verliehen.

4. April 2003: Im Verlauf der Generalversammlung wird die neue Satzung des Bürgerschützenvereins einstimmig angenommen.

24. Oktober 2003: Der BSV nimmt mit einer stattlichen Abordnung am Zapfenstreich zur Amtseinführung des neuen Erzbischofs Hans-Josef Becker in Paderborn teil.

24. August 2004: Der BSV beteiligt sich aktiv an dem Landeswettbewerb: “Unsere Stadt blüht auf". Die Arminius-Kompanie renoviert dabei die Lindenkapelle. Die Klumpsack-Kompanie säubert und pflegt den Ehrenfriedhof. Die West-Kompanie säubert und renoviert die Bildstöcke im Außenbereich der Stadt. Die Anstrengungen haben sich gelohnt, unsere Stadt gewinnt Gold.

10. April 2005: Der BSV beteiligt sich an der Gedenkfeier für den verstorbenen Papst Johannes Paul II.

15. April 2005: Im Verlauf der Jahreshauptversammlung stimmen die Schützen für eine Beitragserhöhung von 20 auf 30 Euro pro Jahr. Damit sollen die ständig steigenden Unterhaltkosten für das fast 100 Jahre alte Schützenhaus finanziert werden.

 

 

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Sie sagen schon vor dem Jubelfest Danke: Oberstleutnant Josef Thöne (links) und Oberst Franz Jöring.

 

2. Februar 2007: Festgottesdienst im Kongresshaus, Fackelzug durch die Stadt und ein „Feierlicher Trinkabend“ (Kommers) im Schützenhaus: So beginnt der Bürgerschützenverein das Jubeljahr 2007. Auf dem Schützenplatz enthüllen Oberst Franz Jöring und Ehrenhauptmann Willi Lücke (West-Kompanie) einen von ihnen gestifteten Gedenkstein aus drei Basaltstelen, ein Sinnbild für 300 Jahre Schützengeschichte in Bad Lippspringe, fest verwurzelt in der Erde und belastbar für hohe Ansprüche. 

21. April 2007: Mit dem Kaiserschießen wird erstmals in der Vereinsgeschichte der „König der Könige“ ermittelt. Von den 35 noch lebenden Ex-Königen sind 31 erschienen. Gleich mit dem ersten Schuss sicherte sich Oberst Franz Jöring (König 1995) die Krone. Dieter Rasche (1987) erringt die Apfelprinzenwürde. Fritz Lubek (1982) gelingt der Abschuss des Zepters. Mit dem 21. Schuss fällt der letzte Rest des Adlers von der Stange. Hans Peter Budde ist der glückliche Schütze und somit „Kaiser“ des Bürgerschützenvereins. Der König von 1998 wird mit einem eigens angefertigten Kaiserorden ausgezeichnet.

21. bis 23. Juli 2007: Für einen Tag ist die preisgekrönte Blumenstadt Schützenhauptstadt der Region. Mit dem Königspaar Doris und Uwe Kilian feiert unser Verein ein bombastisches Jubelfest zum 100. Geburtstag. 30 Vereine, 24 Musikkapellen und insgesamt 2400 Gäste versammeln sich im Arminiuspark. Es dauert 90 Minuten, bis der letzte Schütze das festlich geschmückte Schützenhaus und das 1000 Quadratmeter große Festzelt erreicht hat.

 

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Diese Urkunde erinnert an unseren 100. Geburtstag.

 

25. November 2007: Das Jubiläumsjahr bleibt für immer unvergessen. In Odins-Filmtheater feiert der Film "Mit Freude im Herzen – 100 Jahre Bürgerschützenverein Bad Lippspringe" die Premiere.

2008: Auf dem Höhepunkt der Karnevalssession besetzen die Badestädter Narren die gute Stube unseres Vereins. In Zusammenarbeit mit der Kolpingfamilie verwandeln Kinderkarneval, Weiberfastnachtsgala und der traditionelle Kostümball unser Schützenhaus erstmals wieder in ein Narrenschiff.

 

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 Vorstand 2009 mit Franz Koke, Josef Thöne, Franz Jöring, Fritz Möller,Thomas Müller.

 

16. April 2010: Tradition bewahren, aber auch Neues wagen – der Internetauftritt der drei Kompanien bekommt ein Dach und das Bataillon geht endlich online. Mit der neuen Homepage sind erstmals alle Königspaare des BSV weltweit abrufbar.

14. Juli 2010: Zum Schützenfest bietet der Bürgerschützenverein zum ersten Mal ein Extrablatt an. Auf zwei farbigen Seiten werden alle Mitglieder und Freunde des Vereins über den neuen Hofstaat, das Festprogramm und die Jubel-Majestäten der Jahre 1950, 1960, 1970 und 1985 informiert.

18. Januar 2011:
Im Verlauf der Gesamtvorstandssitzung werden die Weichen für die Zukunft gestellt. Oberst Franz Jöring kündigt nach 24 Jahren an der Spitze an, sich am 8. April nicht mehr zur Wahl zu stellen. Er schlägt Oberstleutnant Josef Thöne als seinen Nachfolger vor. Außerdem werden die Ergebnisse einer Machbarkeitsstudie vorgestellt. Untersucht wurde, ob unser traditionsreiches Schützenhaus renoviert oder verkauft werden soll, um damit einen Neubau zu finanzieren. Das Ergebnis ist eindeutig: Das Haus bleibt erhalten. Kaufinteressenten gab es zwar genug. Das Problem war aber der Mangel an Alternativen.

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Vorstand 2011 mit Fritz Möller, Raphael Schäfers, Josef Thöne und Guido Düsing.

 

8. April 2011: Führungswechsel nach 24 Jahren: Malermeister Josef Thöne wird einen Tag nach seinem 46. Geburtstag einstimmig zum zehnten Oberst in der Geschichte des Vereins gewählt. Er wird Nachfolger von Franz Jöring, der seit dem 15. Mai 1987 im Amt war. Der 59-Jährige wird von der Versammlung einstimmig zum Ehrenoberst ernannt. Die Bürgerschützen überraschen den Landwirt noch mit einem 35-minütigen Film sowie einem Extrablatt. Feierlich wird es noch einmal am 29. April. Mit dem Großen Zapfenstreich auf dem Rathausplatz wird das lange Wirken Jörings von 700 Schützen, Ehrengästen und Bad Lippspringer Bürgern gewürdigt.

29. April 2011: Mit dem Großen Zapfenstreich auf dem Rathausplatz wird das lange Wirken Jörings von 700 Schützen, Ehrengästen und Bad Lippspringer Bürgern gewürdigt.

12. September 2015: Die Landesgartenschau 2017 rückt näher und der Bürgerschützenverein setzt auf dem künftigen LGS-Gelände die ersten sichtbaren Zeichen: Den Anfang macht am Familientag der West-Kompanie Hauptmann Magnus Wille. Passend zu den Initialen seiner Kompanie wird eine 15 Jahre alte Wild-Kirsche gepflanzt. Am 24. Oktober zieht das Bataillon nach: Oberst Josef Thöne und seine Vorstandskollegen wählen als Patenschaftsbaum eine Traubeneiche. Sie steht an der neuen Dünenbrücke.

26. September 2016: Medial geht der Verein weiter in die Offensive und nimmt einen digitalen Schaukasten in Betrieb. Die weitere Informationsquelle läuft täglich im Schaufenster von »Elektro-Benhards-Hahne«.

5. April 2017: Eine Woche vor Beginn der Landesgartenschau stellt der BSV mit dem eigenen Wappen das größte vereinseigene Projekt auf dem LGS-Gelände fertig. In Zusammenarbeit mit dem Heimatverein stellt die West-Kompanie Infotafeln auf, die sechs historische Plätze auf dem LGS-Gelände beschreiben.

30. April 2017: Mit 17 geladenen Vereinen, 700 Schützen, fünf Musikkapellen und knapp 10.000 Besuchern wird auf dem Gelände der Landesgartenschau der Tag der Schützenvereine gefeiert. Schirmherr ist Landrat Manfred Müller, Geschichte schreibt Stefan Fecke. Der 44-jährige Schützenkönig aus Nordborchen schießt noch einmal den Vogel ab und wird Landesgartenschaukönig.

11. November 2017: Nach dann 24 Jahren im Vorstand will sich Oberst Josef Thöne 2020 nicht mehr zur Wahl stellen. Das kündigt der 52-Jährige im Rahmen einer Klausurtagung des Bataillonsvorstandes im Parkhotel an.

13. April 2018: Im Verlauf der Generalversammlung beschließen die Mitglieder eine Satzungsänderung. Das Mindestalter für den Vereinseintritt wird von 18 auf 16 Jahre gesenkt. Damit soll die Nachwuchsarbeit ausgebaut werden.